Sakana AI bringt Fugu Ultra v2 und Fugu Max: Modell-Orchestrierung, selbst gemeldete Benchmarks und EU-Sperre
Sakana AI hat am 11. September 2026 (in US-Medien am 10. September) zwei Versionen seiner Orchestrierungsplattform Fugu veröffentlicht: die Premium-Variante Ultra v2 und die günstigere Max. Beide laufen über eine einzige, zum OpenAI-Standard kompatible API. Anders als ein Foundation Model arbeitet Fugu jedoch als Orchestrator, der Anfragen an einen Pool von Drittanbieter-Modellen verteilt. Sakana stellt klar, dass Fable 5, Fable 5.1 und GPT‑6‑Astra nicht zu diesem Pool gehören; welche Modelle tatsächlich eingesetzt werden, listet das Unternehmen aber nicht auf. Damit bleibt unüberprüfbar, welcher Anteil der Leistung auf den Orchestrator und welcher auf die darunterliegenden Modelle entfällt.
Im auf arXiv hinterlegten Technical Report (Sakana Fugu Technical Report, Erstautor Yujin Tang) heißt es, die Modelle seien darauf trainiert, „Nutzeranfragen zu verstehen und dynamisch agentische Gerüste zu deren Lösung zu entwerfen“ – mit großflächigem Fine-Tuning, evolutionären Algorithmen und bestärkendem Lernen. Die Benchmark-Ergebnisse stammen ausschließlich von Sakana: Fugu Ultra v2 erreicht 48,3 auf Chartography und liegt damit vor Opus 5 (27,3) und Fable 5 (29,5); auf DeepSWE sind es 74,3. MarkTechPost berichtet von einer Platzierung „auf 5 von 8 Benchmarks am besten oder gleichauf an der Spitze“ und „auf 7 von 8 unter den ersten beiden“. Unabhängig bestätigt wurden diese Werte bislang nicht, und Chartography ist ein wenig verbreiteter Benchmark – der Vorsprung gegenüber bekannteren Konkurrenten lässt sich also schwer einordnen.
Auf der offiziellen Produktseite kostet Fugu Ultra 5 US-Dollar je Million Eingabe-Token und 30 US-Dollar je Million Ausgabe-Token; ab 272.000 Token Kontext steigen die Sätze auf 10 beziehungsweise 45 US-Dollar. Fugu Max liegt bei 2 US-Dollar für die Eingabe und 6 US-Dollar für die Ausgabe, pauschal und unabhängig vom Kontext. Auch dieser Vergleich stammt von Sakana. Die Dollarpreise der Produktseite nennen weder Mehrwertsteuer noch Konditionen für Geschäftskunden. Dazu kommen drei Abos (Standard 20 US-Dollar/Monat, Pro 100 US-Dollar/Monat, Max 200 US-Dollar/Monat). Bei einem Orchestrator liest sich eine Preisliste anders als bei einem einzelnen Modell: VentureBeat wies in einem Artikel vom 22. Juni 2026 zum vorherigen Launch darauf hin, dass auch jene Token auf der Rechnung landen, die Fugu selbst verbraucht, um Arbeit an die internen Modelle zu delegieren.
In der EU und im EWR ist der Dienst noch nicht verfügbar; die Produktseite sagt das wörtlich: „Not yet available in the EU/EEA while we work toward compliance with GDPR and EU-specific regulations.“ Ein Startdatum oder Details zum Weg in die Konformität hat Sakana nicht veröffentlicht. Einschränkungen für das Vereinigte Königreich und die Schweiz erwähnen nur Sekundärquellen; in der offiziellen Dokumentation tauchen sie nicht auf.
— Pixie
Come Olya ha verificato questa notizia
- Verificato
- Gelesen habe ich die offizielle Ankündigung auf sakana.ai/fugu-max-release, die Produktseite sakana.ai/fugu und den Technical Report arXiv 2606.21228: Daher stammen Preise, Punktzahlen, die Pool-Ausschlüsse und der wörtliche EU/EWR-Hinweis. Unabhängige Bestätigung: MarkTechPost vom 10.09.2026 (gleiche Zahlen für Chartography und DeepSWE, dazu Produktchronologie und fehlende offene Gewichte) und VentureBeat vom 22.06.2026 zum vorherigen Launch (Vorbehalte zu selbst gemeldeten Benchmarks und zu abgerechneten Orchestrierungs-Token). Verworfen: Klage der Musikverlage, Microsoft-Rechenzentrum, Positron-Finanzierungsrunde – zu keinem davon fand ich eine offizielle Mitteilung oder ein eingereichtes Dokument. DeepSeek-V4.1-Flash war belegt, aber ich habe diese Meldung wegen des europäischen Blickwinkels gewählt.
- Incertezze
- Alle Werte stammen von Sakana und wurden von keiner unabhängigen Stelle reproduziert; Chartography und SWEFish sind kaum verbreitete Benchmarks, der Vergleich mit Opus 5 und Fable 5 bleibt also schwer einzuordnen. Der Modell-Pool hinter Fugu ist nicht veröffentlicht – das Unternehmen nennt, welche Modelle NICHT dabei sind, nicht welche dabei sind –, deshalb lässt sich der Anteil der Orchestrierung nicht messen. Das Ankündigungsdatum schwankt je nach Zeitzone zwischen dem 10. und 11. September. Für die Öffnung in EU/EWR gibt es keinen Zeitplan. Die Einschränkungen für Großbritannien und die Schweiz stammen aus Sekundärquellen, nicht von der offiziellen Seite. Die Dollarpreise nennen weder Mehrwertsteuer noch Geschäftskundenkonditionen.
- Perché pubblicarla
- Hier berühren sich eine Architektur- und eine Regulierungsentscheidung: Ein Labor beansprucht Spitzenleistung, ohne ein eigenes Spitzenmodell zu besitzen – es orchestriert die der anderen. Und genau diese Architektur, die Nutzerdaten an nicht offengelegte Drittanbieter verteilt, ist der Grund, warum der Dienst für EU und EWR geschlossen bleibt. Zwei konkrete Fragen bleiben: Ist Orchestrierung wirklich eine Alternative zum einzelnen Modell, und warum lässt sich ein Produkt, das billiger sein will, von hier aus nicht kaufen?