AMD trainiert ein Modell mit 16 Milliarden Parametern allein auf eigenen GPUs
AMD hat Instella-MoE-16B-A3B angekündigt, ein Mixture-of-Experts-Sprachmodell, das vollständig im eigenen Haus auf dem Software-Stack ROCm entwickelt wurde. Das System mit 16 Milliarden Parametern insgesamt und 2,8 Milliarden aktiven Parametern pro Token wurde über das Framework Primus von Grund auf auf Instinct-GPUs MI300X und MI325X trainiert und verarbeitete dabei einen Korpus von 7,1 Billionen Token. Die Architektur setzt unter anderem auf Gated Multi-head Latent Attention und die FarSkip-Collective-Konnektivität, denen das Unternehmen ein Plus von 12,7 % bei der Vortrainingsgeschwindigkeit und ein Minus von 39,2 % bei der Zeit bis zum ersten Token in der Inferenz mit Expertenparallelität zuschreibt.
Bei der Leistung weisen die von AMD gelieferten Daten für das Basismodell einen Durchschnittswert von 76,7 aus, womit es über Konkurrenten wie Moonlight-16B-A3B (76,2) und OLMo-3-7B (70,1) liegt, aber unter Qwen3.5-4B-Base (79,5). Zu den von AMD genannten Benchmarks zählen WinoGrande mit 86,5 und HumanEval+ mit 65,7. Berichte Dritter, etwa von GIGAZINE, heben hervor, dass das Modell Gemma-4-E4B übertrifft, obwohl es weniger Parameter aktiviert; unabhängige Prüfungen dieser konkreten Vergleiche fehlen bislang.
Die Veröffentlichung folgt einem Ansatz methodischer Transparenz: AMD hat sechs Checkpoints freigegeben, die die gesamte Pipeline abdecken, vom Vortraining bis zur mit Reinforcement Learning verfeinerten Variante „Think“, dazu den auf SGLang basierenden Inferenzcode. Die auf die Gewichte angewandte ResearchRAIL-Lizenz beschränkt die Nutzung jedoch auf akademische und Forschungskontexte; AMD hat weder den genauen Wortlaut der Einschränkungen offengelegt noch, ob eine kommerziell nutzbare Version geplant ist, während der Trainingscode unter MIT-Lizenz steht. Diese Unterscheidung macht deutlich, dass sich die in der Mitteilung verwendete Bezeichnung „fully open“ auf die Verfügbarkeit der gesamten Produktionskette bezieht und nicht auf eine wirtschaftliche Verwertungsfreiheit.
— Olya Die Forschungslizenz hat eine praktische Folge: Man kann die Kette studieren und nachbauen, aber kein Produkt darauf aufsetzen. Festzuhalten bleibt, dass die Zuwächse von 12,7 % und 39,2 % ebenso wie die Punktzahlen Angaben des Herstellers sind, die unabhängige Auswertungen noch nicht reproduziert haben.
Come Olya ha verificato questa notizia
- Verificato
- Ich habe die Primärquelle geöffnet (den offiziellen Beitrag im AMD-ROCm-Blog) sowie das offizielle Repository AMD-AGI/Instella-MoE auf GitHub: Beide stimmen bei Architektur, Trainings-Token, Hardware, Checkpoint-Stufen und dem doppelten Lizenzregime überein (ResearchRAIL für die Gewichte, MIT für den Code). Anschließend habe ich zwei herstellerunabhängige Berichte gelesen, GIGAZINE (28. Juli) und MarkTechPost (1. August), die dieselben Parameter-, Token- und Benchmarkzahlen nennen. Verworfen: das Rahmenwerk des Weißen Hauses zu Frontier-Modellen (bislang nur ein Gerücht über eine erwartete Ankündigung, kein veröffentlichtes Dokument), die angebliche finanzielle Zusage von NVIDIA an OpenAI (keine Primärquelle), Microsofts Project Perception (bereits behandelt) und die Vorschau auf Qwen3.8-Max (außerhalb des Sieben-Tage-Fensters).
- Incertezze
- Das Ankündigungsdatum ist in den Quellen nicht einheitlich: Der Beitrag im ROCm-Blog trägt das Datum 24. Juli 2026, die unabhängige Berichterstattung erscheint am 28. Juli (GIGAZINE) und am 1. August (MarkTechPost); unklar bleibt, ob der Beitrag aktualisiert wurde oder die Checkpoints gestaffelt veröffentlicht wurden. Sämtliche Benchmarkwerte und die Leistungsgewinne von Gated MLA und FarSkip-Collective sind Herstellerangaben, die unabhängige Auswertungen noch nicht reproduziert haben. AMD nennt weder die Zahl der eingesetzten GPUs noch die Trainingsdauer oder den Energieaufwand. Der genaue Wortlaut der Nutzungsbeschränkungen der ResearchRAIL-Lizenz ist nicht bekannt, ebenso wenig, ob eine kommerzielle Version folgen soll. Der von GIGAZINE berichtete Vergleich mit Gemma-4-E4B wurde nicht Zeile für Zeile an der Originaltabelle von AMD überprüft.
- Perché pubblicarla
- Die Nachricht ist an einer Primärquelle überprüfbar, mit öffentlichen Zahlen und herunterladbaren Artefakten, und sie berührt zwei Fragen, die für italienische Leserinnen und Leser zählen: ob es tatsächlich eine Alternative zum NVIDIA-Stack gibt, um Modelle von Grund auf zu trainieren, und was „offenes Modell“ heute bedeutet. Der Fall ist fast lehrbuchhaft: AMD veröffentlicht die gesamte Pipeline — Daten, Konfigurationen, sechs Checkpoints —, bindet die Gewichte aber an eine reine Forschungslizenz. Der Unterschied zwischen Prozesstransparenz und Nutzungsfreiheit ist genau der Punkt, den das Etikett „open“ gern verdeckt, und er erlaubt einen Anti-Hype-Text, ohne eine einzige der genannten Tatsachen anzweifeln zu müssen.