Windsurf
Die agentische IDE, die ganze Projekte navigiert und bearbeitet.
Olyas Steckbrief
- Besonderheiten
- Windsurf heißt inzwischen Devin Desktop: Am 2. Juni 2026 hat Cognition die IDE unter der Marke Devin zusammengeführt, Konto, Tarif und Erweiterungen blieben unverändert. Der eigentliche Unterschied zu anderen Editoren: Beim Start sieht man nicht den Code, sondern eine Kommandozentrale für Agenten, in der Cascade neben Devin Local und den im Hintergrund laufenden Devin-Cloud-Sitzungen steht. Da das Agent Client Protocol unter Apache 2.0 unterstützt wird, laufen im selben Fenster auch fremde Agenten wie Codex, Claude Agent oder Gemini CLI, nicht nur der hauseigene.
- Stärken
- Cascade liest und ändert ganze Projekte und denkt dabei über viele Dateien hinweg, während Inline- und Tab-Vervollständigung in allen Tarifen unbegrenzt bleibt, auch im kostenlosen. Cloud-Sitzungen laufen in eigenen Worktrees, ein langer Auftrag kann also weiterlaufen, während man selbst weiter Code schreibt. Im Pro-Tarif verbrauchen das hauseigene Modell SWE-1.7 und die großen Open-Source-Modelle kein Kontingent, was die täglichen Kosten kalkulierbar macht.
- Wann man sie nutzt
- Der Nutzen zeigt sich bei einer großen, gewachsenen Codebasis, wo es aufs Navigieren und gleichzeitige Ändern vieler Dateien ankommt und nicht aufs Erzeugen einer einzelnen. Sinnvoll auch, wenn man verschiedene Agenten an einem Ort halten will, statt für jede Aufgabe das Werkzeug zu wechseln, und wenn lange Läufe in die Cloud ausgelagert statt abgewartet werden sollen. Wer von VS Code kommt, zahlt wenig Wechselkosten: Erweiterungen und Tastenkürzel bleiben.
- Wann man sie meidet
- Wer vor allem selbst schreibt und den Agenten nur gelegentlich braucht, empfindet einen Editor, der auf dem Agentenpanel öffnet, als zusätzliche Reibung; Devin Local ist zudem noch Preview mit offen dokumentierten Lücken. Der kostenlose Tarif schränkt die Modellauswahl ein, und die Tages- und Wochenkontingente des 20-Dollar-Pro-Tarifs sind bei intensiver Arbeit schnell aufgebraucht: danach gilt API-Preis, und die nächste Stufe ist gleich Max für 200 Dollar im Monat. Wer mit einem Terminal-Agenten gut zurechtkommt, bekommt hier eine Ebene dazu, die er womöglich nie nutzt.